Sehnsucht

Manche Tage sind so gefüllt – und doch fehlt am Ende des Tages etwas. Dann liege ich abends im Bett und sehne mich nach echter Nähe, tiefer Verbundenheit.

Gerade war wieder so ein Tag. Von früh bis spät Menschen um mich herum. Menschen, die ich mag, die zur Familie gehören, auf die ich mich gefreut habe. Alle haben wir uns versammelt zu einer Familienfeier. Die meisten weit angereist extra für diesen Tag. Das ist etwas Besonderes und wunderschön.

Leider bleibt auf solchen Feiern meist wenig Zeit, um wirklich zu erfahren wie es den anderen geht. Äußere Fakten, Neuigkeiten werden zwischen Mittagessen und Kaffee ausgetauscht. Manche Erlebnisse der letzten Zeit angerissen – meist von einem der Kinder unterbrochen. Wenig Raum, um in die Tiefe zu gehen und sich wahrhaftig zu begegnen.

Doch genau danach sehne ich mich jetzt. Nach einem Ort der echten Begegnung. Ohne Ablenkungen, Unterbrechungen. In Ruhe den Blick nach innen richten. Ganz bei sich sein. Einfach nur wahrnehmen, was da ist. Ganz bei Gott sein. Das hat mir heute gefehlt.